Franziskaner werden!
Für jüngere Erwachsene bieten wir von unserem Haus
aus „Stille Tage im Kloster“ und auch „Kloster auf Zeit “ an. „Stille Tage im
Kloster“ umfasst einen Zeitraum von etwa einer Woche, in der Regel von montags
bis samstags. Diese Zeit verbringt man als Gast in unserem Kloster zusammen mit
den Ordensleuten. Im Alltag des Klosterlebens, wie den gemeinsamen Mahlzeiten
und Gebetszeiten, finden sich viele Gelegenheiten, einander kennen zu lernen
und gute Gespräche zu führen. Wer mag, ist zudem herzlich eingeladen, kleinere
Arbeiten im Haus, in der Küche oder auch im Garten – also in den verschiedenen
Bereichen des Klosters - zu übernehmen. So gewinnt man in dieser Zeit einen
kleinen, aber dennoch intensiven Einblick in das Leben der Franziskaner von
Bardel. Generell soll diese Woche als Gast ein erster Kontakt sein und eine
erste Klärung der eigenen Berufung ermöglichen. Für Gespräche steht gerne ein
Mitbruder zur Verfügung.

Hat man nun nach dieser Woche weiterhin das Gefühl,
dass der franziskanische Weg im Kloster Bardel auch
der eigenen Berufung entspricht, so bieten wir an, ein wenig länger hier bei
uns zu leben, zu beten und mitzuarbeiten. Diesen Zeitraum nennen wir „Kloster
auf Zeit“. Diese Phase ist sehr wichtig, denn auch ich in einer Woche viele
Eindrücke gewinnen kann, so brauche ich doch mehr Zeit, um zu prüfen, ob dies
der Weg ist, den Gott für mich vorgesehen hat.
Sicher
gibt es auch diejenigen, die es aus den verschiedensten Gründen nicht in den
Orden eintreten können oder wollen, aber trotzdem auf Dauer bei uns im Kloster mitleben möchten. Auch dieser Weg ist möglich.
Wer Interesse bekommen hat, mag sich gerne
telefonisch, mit einem kleinen Brief oder auch per E-Mail bei uns melden.
Zuständig ist Pater Wilhelm.
Adresse:
Kloster Bardel
Klosterstr. 11
48455 Bad Bentheim
Tel.: 05924/78 72 0
E-Mail: Pater.Wilhelm@t-online.de
Der Weg in den Orden
Bin ich nach einer längeren Zeit im Kloster davon
überzeugt, dass ich zum Franziskaner berufen bin, beginnt die einjährige
Kandidatenzeit, das so genannte Postulat.
In diesem Jahr soll noch einmal tiefer und eingehender die Berufung und Eignung
geklärt werden. Man kann sich nun ausführlich mit der Geschichte und Gegenwart
des Ordens auseinandersetzten und viel über die Spiritualität und das bewegte
Leben des Heiligen Franziskus lernen. Außerdem vertiefen sich hier auch ganz
automatisch Kenntnisse und Erfahrungen über das alltägliche Leben, Beten und
Arbeiten im Kloster.
Darauf folgt das Noviziat, das ein bis zwei Jahre dauert. Diese Zeit dient der
intensiven Festigung und Vertiefung der Kenntnisse der franziskanischen
Lebensweise und des persönlichen und gemeinsamen Betens.
Nach dem Noviziat hat man viele unterschiedliche
Möglichkeiten, ganz seinen Fähigkeiten und Vorlieben entsprechend, sich in die
Gemeinschaft einzubringen. Es wird unterschieden in Patres und Brüder. Die
späteren Patres studieren Theologie und sind danach meist als Ordenspriester in
den verschiedensten Bereichen der Seelsorge eingesetzt. Die Brüder arbeiten im
Kloster in unterschiedlichsten Handwerksberufen z.B. als Tischler, Schlosser,
Landwirt, Elektriker, Altenpfleger oder sind in der Verwaltung und anderen
Bereichen tätig. Jeder soll und darf seine ganz eigenen Talente nutzen.
Einige Jahre später folgen dann die Ewigen Gelübde. Erst jetzt bindet sich
der werdende Franziskaner auf Lebenszeit an den Orden. Vor diesen Ewigen
Gelübden ist es immer noch von beiden Seiten her möglich, die gegenseitige
Bindung wieder zu lösen. So hat man eine lange Zeit zur Verfügung, den eigenen
Lebensentwurf zu prüfen, zu überdenken und nötigenfalls zu korrigieren.