Kloster Bardel im Wandel der Zeit


Die Anfänge von Kloster Bardel gehen auf
das Jahr 1922 zurück.
Kloster Bardel wurde vor allem gegründet,
um junge Leute dafür zu begeistern, als
Missionare nach Brasilien zu gehen.
So entstand neben dem Kloster auch sehr
bald
ein zunächst noch kleines
Missionsgymnasium,
in dem Schüler u.a. auf ihre große Aufgabe
in Brasilien vorbereitet wurden.
Zahlreiche Franziskaner waren als Lehrer
in der Schule tätig.
Daneben übernahmen die Franziskanerpatres
vielfältige Aufgaben in der Region:
Gottesdienste, Exerzitien,
Missionssonntage, Vorträge über Brasilien.
Die Franziskanerbrüder arbeiteten in
Bardel selbst als
Landwirte, Schreiner, Elektriker,
Schlosser, usw. So entstand
sehr bald ein blühendes Missionshaus.


Nach dem Krieg werden in Bardel
Flüchtlinge und Vertriebene
aus den deutschen Ostgebieten einquartiert.
Erst 1950 gelingt es den Franziskanern,
das Kloster mit den dazugehörenden
Ländereien zurück zu bekommen.
Es beginnt der Wiederaufbau,
der mit der Wiedereinweihung der gesamten
Anlage 1952 endet.
Schule und Kloster erleben einen großen
Aufschwung.
Das Abitur an der Schule wird staatlich
anerkannt,
und bald werden neben den katholischen
Schülern auch evangelische und
portugiesische Schüler aufgenommen.
Seit 1972 können auch Mädchen die Schule
besuchen.
2002 übernimmt die Diözese Osnabrück die
Trägerschaft des Missionsgymnasiums,
das heute von über 700 Schülerinnen und
Schülern besucht wird.
Einige Franziskaner arbeiten auch heute in
der Schule.
Zudem entwickelten die Ordensleute
in den letzten Jahren ein ganzes Netz von
franziskanischen Aktivitäten:
Pfingstival, Hungermarsch, Hungerfahrt,
Aktionskreis Pater Beda, Jugendhof, Jugendarbeit,
Aufführungen "Jesus Christ
Superstar", Kloster auf Zeit, Adventskonzert, Adventsmeditationen,
Fastenmeditationen, Karfreitag im Kloster,
schriftliche Veröffentlichungen zur
Geschichte des Klosters und zur heutigen Situation,
Besuchergruppen, Missionsarbeit,
Brasilienmuseum, Pfarrseelsorge.
Heute leben 13 Franziskaner in Bardel.
Von 1922 bis heute sind ca. 300 junge
Leute als
Franziskaner in die Mission nach Brasilien
gegangen.
