Erasmus+ - Erfahrungsbericht

Hellen aus der Jahrgangsstufe 11 nahm vom 6. bis zum 27. März an einem individuellen Schüleraustausch teil. Während dieser drei Wochen besuchte sie die schwedische Schule CIS Calmare Internationella Skola in Kalmar und lebte in der Familie ihrer Austauschpartnerin Ida. Ende Mai wird Ida für einige Zeit zu Gast bei uns sein – sowohl in der Schule als auch in Hellens Familie.

Im Folgenden berichtet Hellen von ihren Erfahrungen und Eindrücken aus Schweden:

Im Rahmen eines individuellen Schüleraustauschs über Erasmus+ hatte ich die Möglichkeit, drei Wochen in Schweden zu verbringen. Dies wäre ohne die Unterstützung von Frau Schulte-Laggenbeck, die mir bei der Organisation geholfen hat, nicht möglich gewesen.

Durch das Anschreiben vieler verschiedener Schulen, habe ich meinen Austausch an der CIS Internationella in Kalmar verbracht und durfte gleichzeitig auch in den Alltag einer schwedischen Familie eintauchen. Für mich war dies eine ganz besondere Erfahrung. Bei meiner Ankunft in Kalmar war ich neugierig, aber gleichzeitig auch ein wenig aufgeregt. Meine Gastfamilie hat mich sehr freundlich aufgenommen, wodurch ich mich schnell wohlgefühlt habe.

Mein erster Eindruck von Schweden wurde vor allem durch die ruhige Landschaft geprägt. Während meines Austausches besuchte ich die CIS Internationella, die Schule meiner Austauschschülerin, die ebenfalls eine Erasmus+ Schule ist. Dabei fiel mir auf, dass sich der Schulalltag in einigen Punkten von meinem eigenen unterscheidet. Zum Beispiel war der Unterricht oft entspannter gestaltet, gleichzeitig wurde jedoch viel Wert auf selbstständiges Arbeiten gelegt. Zudem hatte meine Austauschpartnerin einen längeren Schultag als ich. Mein Tag an der CIS begann um 9:15 Uhr mit der ersten Unterrichtseinheit, die bis 12:15 Uhr ging. Nach einem Mittagessen in der Kantine ging es um 13:15 Uhr mit der letzten Unterrichtseinheit weiter, die bis 16:15 Uhr dauerte. Durch die langen Unterrichtsstunden möchte die Schule erreichen, dass man sich intensiver auf ein Thema fokussieren kann.

Bevor die Schülerinnen und Schüler die Oberstufe besuchen, wodurch sie auch die Schule wechseln müssen, wählen sie einen Schwerpunkt. Die Klasse meiner Austauschpartnerin hatte den Schwerpunkt Naturwissenschaften und Mathematik. Dadurch beschäftigte ich mich häufig mit Fächern wie Biologie, Chemie, Physik und Mathematik, aber auch Englisch, Schwedisch, Sport und weitere Fremdsprachen standen auf dem Stundenplan.

In den Stunden, die auf Schwedisch stattfanden, konnte ich selbst erste Einblicke in die Sprache gewinnen. In meiner Freizeit hatte ich die Möglichkeit, die Umgebung zu erkunden und am Wochenende etwas mit der Familie und den Freunden meiner Austauschpartnerin zu unternehmen. Ein besonderesHighlight meines Aufenthalts war der Besuch der Insel Öland, wo viele Klassenkameradinnen und Klassenkameraden meiner Austauschpartnerin leben. Dort besuchten wir das Schloss des schwedischen Königs, der seine Sommer meistens auf Öland verbringt.

Außerdem habe ich mit meiner Austauschfamilie den Drehort der Astrid-Lindgren-Verfilmung „Die Kinder von Bullerbü“ besucht, was sehr schön für mich war, da ich mit den Filmen großgeworden bin. Rückblickend war der Schüleraustausch eine unvergessliche und prägende Erfahrung für mich. Ich konnte nicht nur meine Sprachkenntnisse verbessern, sondern auch viele neue Eindrücke sammeln.

Besonders wertvoll war es, den Alltag in einem anderen Land mitzuerleben und eine ganz andere Kultur zu erleben, aber auch viele neue Perspektiven zu gewinnen.

Ich bedanke mich dafür, dass mir so eine schöne Erfahrung ermöglicht wurde.