Förderverein des Missionsgymnasium St. Antonius Bardel feiert 50. Jubiläum
„Gemeinsam. (Für euch.)“: So steht es in großen Lettern auf dem Wandplakat, das derzeit unübersehbar an der Nordseite des Missionsgymnasiums St. Antionus Bardel prangt. Absender dieser Botschaft ist der Förderverein der Schule, der jüngst einen „runden Geburtstag“ begehen konnte: Seit nunmehr 50 Jahren besteht der Verein, der dem Gymnasium verschiedenste Anschaffungen ermöglichte, die vom regulären Etat nicht hätten bezahlt werden können. Mit einem geselligen Sommerfest auf dem Schulhof wurde das 50. Jubiläum zelebriert.
In Bardel jagt aktuell ein Jubiläum das nächste: Erst im vergangenen Jahr hatte das Missionsgymnasium sein 100-jähriges Bestehen umfänglich gefeiert, nun steht der Förderverein im Fokus. Ein Rückblick: Es ist das Jahr 1975, als sich engagierte Eltern für die Gründung eines Fördervereins starkmachen – allen voran Günter Schwank, der dem Verein danach als 1. Vorsitzender lange Zeit vorstehen sollte, sowie Pater Rembert Koepchen, der als damaliger Schulleiter das Vorhaben nach Kräften unterstützt.
Die erste Satzung beim Amtsgericht Osnabrück datiert schließlich auf den 16. April 1975: Damit ist der Grundstein gelegt für den Förderverein, der seitdem als verlässlicher Partner der Schule auftritt und diese in ihrer Entwicklung – sowohl finanziell als auch ideell – begleitet und bereichert. Heute zählt der Verein insgesamt 467 Mitglieder, darunter auch viele Eltern, deren Kinder die Schule schon lange verlassen haben. Eine Mitgliedschaft ist ab einem Jahresbeitrag von 12 Euro möglich.
„In den 50 Jahren haben wir gemeinsam viel erreicht“, sagt Hubert Reikowski, heutiger 1. Vorsitzender des Vereins, während der Feierlichkeiten auf dem Schulhof. Reikowski war nach langjähriger Tätigkeit als Lehrer und Mitglied der Schulleitung nach seiner Pensionierung im Jahr 2018 in den Vorstand des Vereins getreten und hatte ein Jahr später den Vorsitz übernommen. Er blickt zurück auf zahlreiche Projekte, die ohne den Förderverein nicht möglich gewesen wären: So wurde eine moderne Ausstattung für den Unterricht ebenso mitfinanziert wie kulturelle und sportliche Aktivitäten, die Arbeit der Schulsozialarbeiterin und nicht zuletzt die große Festschrift zum 100. Jubiläum der Schule.
Neben Hubert Reikowski zählen zum Vereinsvorstand heute weiterhin Bernhard Niesing als 2. Vorsitzender, Tina Blum als Protokollführerin sowie Janina Weggen und Tobias Lorenz als Beisitzer. Reikowski dankt abschließend allen, die sich in den vergangenen fünf Jahrzehnten für den Verein eingesetzt haben – und gibt ein Versprechen ab: „Wir werden auch in Zukunft die Schule und ihre Schülerinnen und Schüler dabei unterstützen, die Herausforderungen der Zeit zu meistern – sei es durch die Förderung von Digitalisierung, Umweltbildung oder sozialen Projekten.“
Voller Freude über das Jubiläum ist auch Schulleiter Markus Lammers – und er spart nicht an Lob: „Die Zusammenarbeit ist hervorragend, die Kommunikation einfach super. Ich könnte es mir nicht besser vorstellen“, sagt er. „Der Verein reagiert schnell und passgenau auf die Bedürfnisse der Schule – und das ganz unbürokratisch. Dafür sind wir sehr dankbar.“ Bildlich betrachtet sei der Förderverein für das Gymnasium wie ein Kraftstoff, der den Motor am Laufen hält.
Mit Hubert Reikowski als früherer Lehrkraft habe der Verein darüber hinaus einen Vorsitzenden, der das System der freien Schule bestens kennt und über die Notwendigkeiten genauestens Bescheid weiß. Hinsichtlich der geförderten Projekte ist laut Lammers eine gewisse Entwicklung feststellbar: Seien die Anschaffungen früher noch vorrangig materieller Natur gewesen, habe sich der Schwerpunkt nunmehr auf den pädagogischen Bereich verlagert. Als Beispiel nennt Lammers den gestiegenen Bedarf an Beratungsangeboten, welchem man unter anderem durch die Ausbildung von Schülercoaches begegne.
Auch die Schülersprecher Ylvi Breulmann und Cengiz Kuyutas sprechen dem Förderverein während der Feier ihren ausdrücklichen Dank aus. Und was macht der Verein anlässlich des eigenen Geburtstages? Der zeigt sich – wie es seinem Wesen entspricht – wieder einmal spendabel und stiftet der Schule ein großes, buntes Klettergerüst, den „Vogelnestbaum Maxi“. Mit der Einweihung des Spielgerätes durch Pater Wilhelm Ruhe nimmt das Sommerfest, das mit Sternwanderungen zur Schule und gemeinsamem Würstchenessen begonnen hatte, einen feierlichen Abschluss. Weitere Informationen zum Förderverein sind im Internet unter www.bardel.de/foerderverein zu finden.
Weitere Bilder:
>> Pater Wilhelm Ruhe weiht das neue, vom Förderverein gestiftete Klettergerüst ein.
>> Bei schönstem Sommerwetter ging das Jubiläumsfest über die Bühne.
>> Das große Wandplakat mit klarer Botschaft prangt unübersehbar an der Fassade.
Sebastian Hamel
- Freier Journalist -
