Projektveranstaltung am 12. Mai 2026
Am 12. Mai 2026 fand an unserer Schule die Auftaktveranstaltung zum Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ statt. Ziel des Projekts ist es, junge Menschen stärker für Themen wie Diskriminierung, Antisemitismus und Ausgrenzung zu sensibilisieren und ein deutliches Zeichen für Menschenwürde, Respekt und Zusammenhalt zu setzen. Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte unser Schulleiter Herr Lammers die Gäste, Schülerinnen und Schüler sowie alle Beteiligten. In seinem Grußwort bedankte er sich besonders bei der engagierten Projektgruppe und sprach seine Unterstützung für das Vorhaben aus. Die Projektgruppe, bestehend aus Louisa Kasprowiak, Arvid Kasprzak, Sofia Kolsnyk und Isabell Weßling, hatte die Veranstaltung organisiert und eingeleitet.

Die Schülerinnen und Schüler stellten ihre persönliche Motivation sowie die Geschichte der Projektgruppe vor und machten deutlich, warum ihnen das Thema besonders am Herzen liegt. Im weiteren Verlauf wurde die heutige Situation von Antisemitismus und Diskriminierung thematisiert. Dabei wurde erklärt, dass Ausgrenzung auch heute noch in vielen Bereichen des Alltags präsent ist. Außerdem wurde die Vergangenheit Bardels im Zusammenhang mit Antisemitismus aufgegriffen und erläutert, wie Bardel heute integriert ist und welche Bedeutung die Mission „Mensch“ besitzt, bei der die Menschenwürde im Mittelpunkt steht.
Ein weiterer wichtiger Gast war Dr. Volker Pannen. Er unterstützte die Initiative von Beginn an und stellte den engagierten Schülerinnen und Schülern sogar ein Ehrenamtszeugnis aus. In seiner Rede sprach er über die Bedeutung von Zivilcourage und darüber, wie wichtig es sei, jungen Menschen das Thema näherzubringen. Dabei ermutigte er alle dazu, auch im Alltag Haltung zu zeigen und „auch mal den Mund aufzumachen“, wenn Menschen diskriminiert oder ausgeschlossen werden. Gleichzeitig machte er deutlich, dass Begriffe wie „Kein Platz für Rassismus“ ebenfalls kritisch betrachtet werden müssen, da auch solche Aussagen Menschen ausgrenzen können.
Nach der Rede von Dr. Volker Pannen beeindruckte Louisa Kasprowiak die Gäste mit einem emotionalen Klavierstück. Anschließend hielt Henning Sprey eine Rede, in der er seinen Dank an die Projektgruppe ausdrückte und weitere Unterstützung für das Projekt zusagte. Außerdem lud Lena Schoemaker die Anwesenden zu einer Gedankenreise ein, die viele zum Nachdenken anregte. Im Laufe der Veranstaltung wurde deutlich, dass es vermutlich keine Schule ohne Diskriminierung gibt – wohl aber Schulen, die sich bewusst das Ziel setzen, aktiv dagegen vorzugehen. Genau dafür steht das Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, dem inzwischen rund 5000 Mitgliedsschulen angehören. Zudem wurden die Schülerinnen und Schüler zur nächsten Sitzung in Nordhorn eingeladen.
Vor der abschließenden Dankesrede trat der Mädchenchor gemeinsam mit Frau R. Smeets auf und präsentierte das Lied L‘Unitè Dans La Diversitè. Der musikalische Beitrag setzte einen gelungenen und bewegenden Schlusspunkt der Veranstaltung. Zum Abschluss gab es eine gemeinsame Dankesrede an die Projektgruppe sowie an unseren Schulleiter Herr Lammers für die Unterstützung und das Engagement.
Text: Lia Schotemeier (Stufe 11)
Schule gegen Rassismus >> mehr (Audiobeitrag der Emsvechtewelle)
