Bardel-Info Nr. 122 - Juni 2022

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern, liebe Kolleginnen und Kollegen,

diese Bardel-Info ist für mich eine ganz besondere. Es ist die 80. Bardel-Info, die ich innerhalb von 10 Schuljahren verfasst und an die Schulgemeinschaft versendet habe. Meine erste Bardel-Info, die ich im September 2012 herausgab, trug die Nummer 42. Sie war eine Fortsetzung eines Formats, das mein Vorgänger, Herr Oettel, als Form entwickelt hatte, um die Schulgemeinschaft regelmäßig über vergangene oder bevorstehende Ereignisse zu informieren. Mir hat dieses Kommunikations-Format damals sehr gefallen, so dass ich beschloss, auch in Zukunft die „Bardel-Info“ als den zentralen Informationsbrief an die Schulgemeinschaft herauszugeben. Bis 2020 habe ich im Durchschnitt vier bis fünf Bardel-Infos pro Schuljahr veröffentlicht. Ab März 2020 wuchs aber die Anzahl der Bardel-Infos pro Schuljahr rapide an. Die Hälfte meiner Infos habe ich ab Beginn der Corona-Krise geschrieben und verbreiten lassen. In dieser Zeit waren häufig Corona-Regelungen das Hauptthema der Infos, deren wichtigste ich dann jeweils zusammengefasst und, wo nötig, kommentiert habe. Durch die Bardel-Infos der letzten zwei Jahre war ich bestrebt, in einer unübersichtlichen Zeit für Informationssicherheit, Übersichtlichkeit und Durchschaubarkeit zu sorgen. Leider hat mir die schier unendlich scheinende Anzahl von Regelungen und Regeländerungen dieses Bemühen sehr erschwert, teilweise unmöglich gemacht. Ich wünsche uns allen eine solche Zeit nicht wieder zurück. 

Im Laufe der Zeit hat sich das Format verändert. Hatte Herr Oettel noch das DIN-A4-Hochformat benutzt, habe ich ein zweispaltiges Querformat genutzt. Ich wollte damit eine bessere Lesbarkeit der Info erreichen. Vor der Corona-Krise gab es drei Veröffentlichungsformen: die Info auf Papier, als Downloaddatei auf unserer Homepage und als Newsletter. Die Downloadmöglichkeit und der Newsletter, für den ich an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich Werbung mache, sind geblieben, die Papierform ist einer rein digitalen Form gewichen. Ob und in welcher Form die Bardel-Info in dieser Form weitergeführt werden wird, wird mein Nachfolger Herr Lammers entscheiden.

Die 122. Bardel-Info wäre keiner Erwähnung wert, wenn es nicht meine letzte Bardel-Info wäre. Nach 10 Jahren Dienst am Missionsgymnasium in Bardel werde ich die Schule verlassen und zum kommenden Schuljahr zum Franziskusgymnasium in Lingen wechseln. Am 14. Juni habe ich mich in einer kleinen Feierstunde von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verabschiedet, mit denen ich tagtäglich zu tun gehabt habe. Ich kann in dieser Bardel-Info die Details nicht nochmals erwähnen, an die ich in meiner Rückschau auf 10 Jahre Missionsgymnasium erinnert habe. Das würde den Rahmen dieser Mitteilung sprengen. Ich blicke voller Dankbarkeit auf die vergangen 10 Jahre zurück, in denen ich die Schule zusammen mit zahlreichen Menschen gestalten und vieles lernen durfte. Ich habe mich gefreut und es als eine Ehre empfunden, als Schulleiter den Menschen der sich stets wandelnden Schulgemeinschaft des Missionsgymnasium dienen zu dürfen. 

Nun endet auch das Schuljahr, das für alle, für die Schülerinnen und Schüler und für die Lehrkräfte, ein extrem anstrengendes Schuljahr gewesen ist. Am Samstag beenden unsere Abiturientinnen und Abiturienten ihre 13-jährige Schulzeit. Auf das gute Gesamtergebnis können die jungen Absolventinnen und Absolventen sehr stolz sein, haben sie doch während der Corona-Zeit lange Phasen im Distanzlernen verbringen müssen. Am Dienstag der kommenden Woche beenden alle Schülerinnen und Schüler ein weiteres Schuljahr auf dem Weg zum Abitur. 

Eine Anmerkung zum letzten Schultag: Ich habe Verständnis dafür, dass sich alle über das Ende des Schuljahres freuen und dies gemeinsam mit den besten Freundinnen und Freunden feiern wollen. Es gibt aber Regeln, die auch am letzten Schultag noch gelten: das Verbot, Alkohol mit in die Schule zu bringen, und die Pflicht, nüchtern in der Schule zu erscheinen. Wir werden in diesem Jahr besonders darauf achten, ob diese Regeln eingehalten werden. Wer offenkundig alkoholisiert oder berauscht in der Schule erscheint, muss von den Eltern abgeholt werden und erhält das Zeugnis erst am Folgetag im Sekretariat ausgehändigt. Ich bitte für einen geordneten und friedlichen Ausklang des Schuljahres herzlich darum, dass sich alle Schülerinnen und Schüler an diese Regeln halten, damit sich auch in einem Jahr hoffentlich alle noch gerne an den letzten Schultag erinnern werden. 

Am letzten Schultag finden die ersten beiden Stunden gemäß Stundenplan statt. Kurz vor Ende der 2. Stunde gibt es eine Pause, in der die Lehrkräfte ihre Klassen wechseln, da während der großen Pause die Zeugnisse von den Klassenleitungen ausgeteilt werden. Nach dem Gong um 9.30 Uhr begeben sich alle Schülerinnen und Schüler für eine kurze zentrale Veranstaltung auf den Schulhof. Um 10 Uhr fahren die Busse ab.

Ich wünsche allen Schülerinnen und Schülern und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Schule schöne und erholsame Sommerferien. Allen, die eine Reise unternehmen werden, wünsche ich schöne und frohe Eindrücke und Erlebnisse und eine glückliche Heimkehr. Diejenigen, die zu Hause bleiben, werden entdecken, dass es auch in der Heimat viel Schönes zu erkunden und erleben gibt. Schönes Wetter wird es auch in der Grafschaft und im Westmünsterland geben, um zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit anderweitigen Fortbewegungsmitteln die Natur und die Kultur zu erkunden.

Ich erinnere daran, dass die Ferien nicht nur die Funktion haben, für den Schulbetrieb wieder fit zu werden („aufzutanken“), sondern dass wir uns in unserer Bestimmung als freie und gottgewollte Menschen begegnen und dies spüren. Diese Erfahrung wünsche ich Euch und Ihnen allen.

Ich möchte meine letzte Bardel-Info mit einem Gebet schließen, das Pater Wilhelm als Schlussgebet für die Gottesdienste in dieser Woche verfasst hat: 

Guter Gott,

gib, dass wir es nun langsamer angehen lassen.

Lass uns langsamer gehen,

damit unser Herz und unsere Seele zur Ruhe kommen.

Lass uns langsamer gehen,

damit all der Stress der letzten Monate von uns abfallen kann.

Lass uns langsamer gehen,

damit wir in den Wochen der Sommerferien ein Auge haben

für das Meer und die Berge,

für die Blumen und die Tiere

und vor allem für all das Gute und Positive in unseren Mitmenschen.

Lass uns langsamer gehen,

damit die Lebensfreude zurückkehren kann.

Und, Gott, gib dass wir dich finden und entdecken

in all den schönen Momenten der kommenden Wochen.

 

Herzliche Grüße und auf Wiedersehen!

Christoph Grunewald

 


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