Weiter wachsen mit Bardeler Wurzeln – Abiturentlassfeier am Missionsgymnasium

Eine festliche, warmherzige und gleichzeitig entspannte Stimmung prägte die Abiturfeier unter freiem Himmel. 68 Schülerinnen und Schüler erhielten bei strahlendem Sonnenschein ihr Abschlusszeugnis, darunter einmal mit der Traumnote 1,0 und insgesamt 17 Mal mit einer 1 vor dem Komma. Der Notendurchschnitt des Jahrgangs liegt bei 2,29. 

Die Feier begann mit dem Abiturgottesdienst in der Klosterkirche. Er stand unter dem Motto „Unsere Wurzeln in Bardel, unser Weiterwachsen in der Welt“. Pater Wilhelm betonte in seiner Predigt, dass es im Leben weniger um Karriere, Reichtum und Macht gehe, sondern vielmehr um Werte wie Vertrauen, Nächstenliebe, Freiheit und Frieden. Die Schülerinnen Kristin Haneberg (Klavier und Gesang), Katharina Mantke (Gitarre und Gesang) und Ilka Winkelmann (Violine) umrahmten den Gottesdienst musikalisch. Und ein von einem Lehrerchor vorgetragenes Segenslied rührte viele zu Tränen. 

Beim Festakt auf der großen Rasenfläche vor der Klosterkirche nahm Christoph Grunewald in seiner Begrüßung eine Doppelrolle ein – als Schulleiter und gleichzeitig Vater eines der Abiturienten. Er berichtete mit Augenzwinkern von den damit verbundenen Schwierigkeiten, da das Zuhause des Schulfreundes gleichzeitig die Privatsphäre des Schulleiters bedeutete und so zur Höhle des Löwen geworden sei. Grunewald erinnerte an den Start der Stufe am Missionsgymnasium. So wie er sie in Klasse 5 mit dem Psalm 23 „Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen“ begrüßt hatte, hob er jetzt noch einmal die Zusage Gottes aus der gleichen Textstelle hervor: „Ihr seid auf eurem Weg nicht allein.“ 

Die Abiturientinnen Liz Sattler und Schmuni Demir blickten in Schlaglichtern auf die neun Jahre am Missionsgymnasium zurück. Schon der Beginn hatte eine Besonderheit parat, als alle älteren Jahrgänge samt Lehrkräften anlässlich des 90. Schuljubiläums eine Schulfahrt nach Assisi unternahmen und die Neulinge das riesige Schulgelände für sich allein hatten. Ausdrücklich bedankten sie sich auch bei Pater Wilhelm, der sich nicht nur in dieser Zeit sehr intensiv um die Schülerinnen und Schüler gekümmert und sie stets begleitet habe. 

Die stellvertretende Schulleiterin Anne Middelberg und Oberstufenkoordinator Tobias Lorenz nahmen in ihrer Rede das Abi-Motto des Jahrgangs aufs Korn. Den Spruch „PABI Schlumpf – ständig blau, trotzdem schlau“ nutzten sie zu einem launigen Blick auf die verschiedenen Charaktere in der Gemeinschaft der Schlümpfe, von Beauty über Fauli und Traumi bis zu Papa Schlumpf. Inwieweit die Charaktere auch im Jahrgang zu finden seien, ließen sie offen. Auch zeigten sie die vielen Facetten der Farbe Blau, ausgehend von Fußball-Vereinsfarben über das Färben mit dem Naturfarbstoff Indigo bis zum Symbol der Blauen Blume in der Romantik. Zuletzt hob Anne Middelberg hervor, dass das Abiturzeugnis als Reifezeugnis mit blauer Tinte unterschrieben sei. So vielschichtig die Farbe Blau, so vielschichtig sei das Leben, auf das Lehrkräfte wie Eltern die Schülerinnen und Schüler vorzubereiten versucht hätten. Sie zitierte den spanischen Jesuiten Pedro Arrupe: „Die Reife eines Menschen zeigt sich am deutlichsten an dem Dienst, den er in der Gemeinschaft leistet“ – in diesem Sinn ermutigte sie die Abiturienten, mit einem offenen Blick Werte zu leben, Stellung zu beziehen und den eigenen Weg selbstbewusst zu gehen.

  

  

06. Juli 2022

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