Brief an die Schulgemeinde

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern und Erziehungsberechtigte, liebe Patres und Brüder, liebe Freunde des Missionsgymnasiums,

ich danke Ihnen und Euch sowie der Schulstiftung im Bistum Osnabrück herzlich für die schon von vielen Seiten an mich herangetragenen guten und segensreichen Wünsche für die zukünftige Aufgabe, für das große mir entgegengebrachte Vertrauen und die vielen sehr freundlichen Gespräche und schönen Begegnungen! Ich danke meinem Vorgänger, Christoph Grunewald, herzlich für seinen beeindruckenden Einsatz für die Schule in den letzten 10 Jahren und seine große Unterstützung in den letzten Monaten! 

Ich freue mich sehr auf Sie und auf Euch sowie auf meine neue Aufgabe! Die Schulleitung am Missionsgymnasium St. Antonius Bardel übernehmen zu dürfen ist für mich dabei durchaus mehr als eine Aufgabe! Ich empfinde neben der Freude zugleich auch großen Stolz, zusammen mit Ihnen und Euch, „die Bardel“ in der Zukunft mitgestalten zu dürfen. Ich bin mir bewusst, dass das mir entgegengebrachte Vertrauen mit einer großen Verantwortung verbunden ist, der ich mit allen mir zur Verfügung stehenden Kräften gerecht werden möchte! 

Mit dem Missionsgymnasium einen Raum, eine Konstante und Stabilität zu bieten ist gerade heute eine notwendige Bedingung für die Erziehungs- und Bildungsarbeit in einer sich durch Globalisierung und Digitalisierung rasant verändernden Welt, die durch den Klimawandel, die Coronapandemie, den Umbruch in der katholischen Kirche und nicht zuletzt durch den unsagbar grausamen Krieg in der Ukraine aus dem Rhythmus, aus dem Takt geraten zu sein scheint. Wie ist die Gestaltung eines verläss-lichen, sinnstiftenden und lernförderlichen Lern- und Lebensraumes, in dem der Mensch im Zentrum steht, vor diesem Hintergrund überhaupt zu realisieren? Das geht nur im Dialog! Haben wir den heutigen Herausforderungen und Anforderungen etwas entgegenzusetzen? Ja! Ganz gewiss! Alle zusammen! Im Missionsgymnasium St. Antonius Bardel!

Gerade hier sehe ich meinen persönlichen Beitrag als Schulleiter dieser tollen Schule mit ihren Freiheiten und Alleinstellungsmerkmalen, die eng verknüpft sind mit ihrer einzigartigen, befreienden Lage, der langen schulischen Tradition, dem Kloster Bardel und den gelebten christlichen Werten sowie dem aus-geprägten zukunftsorientierten Schulprogramm. Ich möchte natürlich meine Kompetenzen einbringen (u.a. als Leiter des Oberstufenteams, Koordinator des Abiturs und Koordinator des bilingualen, deutsch-englischen Bildungsganges). Vor allem aber möchte ich Dialog und Auseinandersetzung anregen, ein Im-Gespräch-Sein der gesamten Schulgemeinde. Ich möchte dazu beitragen, dass die Schule als ein Raum erfahrbar wird, in dem sich Menschen mit Freude, respektvoll, angstfrei und face-to-face begegnen, als ein Raum, in dem die Schülerinnen und Schüler intensiv auf die Anforderungen des Lebens nach der Schule vorbereitet werden [Übergang Schule-Studium/Ausbildung, bestmögliche Schulabschlüsse; Förderung zukunftsorientierter Kompetenzen wie z.B. bilinguale, interkulturelle, digitale, umfassende Sach-, Methoden-, Urteils- und Handlungskompetenzen in verschiedenen Bereichen (natur- und gesellschaftswissenschaftliche, sprachliche Bildung, Umweltbildung, musische, künstlerische, sportliche Bildung etc.], als ein Raum, der eine intensive Auseinandersetzung mit kontroversen Themen (z.B. Rolle der und in der Kirche; Umgang mit der Schöpfung Gottes) ermöglicht sowie ein nach Rechts- und Links-Blicken, ein „zu Atem kommen“[1], als ein Raum also, der den ganzen Menschen im Blick hat.

Genau darin liegt das Besondere einer und unserer Schule! Sie ist eben kein profitorientiertes Wirtschaftsunternehmen! Bildung wird hier auch nicht fast ausschließlich „auf dem Tablet[2] serviert. Ein Tablet oder Laptop kann ein kleiner Baustein sein, der zur zukunftsorientierten, ganzheitlichen Bildung beiträgt, vorausgesetzt es wird als Arbeitsmittel eingesetzt und sinnvoll, kompetent und kritisch verwendet. Ziel der ganzheitlichen Bildung sollen Schülerinnen und Schüler als round characters sein, die den zukünftigen Anforderungen gewachsen sind, die Mitmenschen dabei im Blick behalten und Verantwortung für sich und andere sowie für Gottes Schöpfung übernehmen wollen und können. 

Ich wünsche mir eine Schule, die

  

ist und Raum bietet zum

 

 

 

Aus vielen Gesprächen weiß ich, dass dies am Missionsgymnasium St. Antonius Bardel durch das große Engagement der Lehrerinnen und Lehrer, der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der gesamten Schulgemeinde gelebte Realität ist. Dafür zolle ich Ihnen und Euch schon jetzt meinen großen Respekt! Ich hoffe sehr, dass ich mit meinen Erfahrungen und Kompetenzen einen Beitrag zur Förderung und auch Forderung unserer Schülerinnen und Schüler sowie zur Weiterentwicklung und Qualitätssicherung unserer tollen Schule leisten kann. Ich freue mich auf viele persönliche und konstruktive Begegnungen und einen offenen Dialog mit Ihnen und Euch, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern und Erziehungsberechtigte und liebe Patres und Brüder! Meine Tür ist für Sie und Euch weit geöffnet! Möge Gott uns alle auf dem gemeinsamen Weg begleiten! 

See you! Take care!

            

Markus Lammers, Schulleiter



[1] Bischof Dr. F. J. Bode (2014): Silvesterpredigt. Bistum Osnabrück.

[2] Aus einem Werbeplakat zur Landtagswahl 2022.

01. August 2022

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Do., 18. August 2022

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