In Stille der Opfer gedenken

Schulgemeinschaft in Bardel erinnert an Befreiung des KZ Auschwitz. Projekt gegen Antisemitismus

Es bedurfte keiner Aufforderung. Das Schweigen breitete sich von allein aus. Mehr als 700 Schüler und Lehrer des Missionsgymnasiums St. Antonius Bardel gedachten am 27. Januar, dem Gedenktag der Befreiung des KZ Auschwitz vor 75 Jahren, in einer Schweigeminute der Opfer des Nationalsozialismus. Nur eine kleine Geste, aber eine wichtige.

 

Schon in den Tagen zuvor hatten sich die Schülerinnen und Schüler darauf vorbereitet. Der Holocaust, seine Gräuel und die daraus erwachsende Verantwortung für die heutige Gesellschaft waren in verschiedenen Unterrichtsfächern thematisiert worden. Am Gedenktag selbst stimmte bereits ein besonders ausgewähltes Morgengebet auf diesen für viele emotional aufwühlenden Tag ein. Um zwölf Uhr versammelte sich die gesamte Schulgemeinschaft auf dem Schulhof. 

 

Foto: Missionsgymnasium

Schulleiter Christoph Grunewald führte noch einmal die Schrecken und das Leid der Millionen Menschen vor Augen. Er sprach das Ringen mit Gott an, wie er so eine unmenschliche Grausamkeit zulassen könne. Ein Klangschalenton läutete eine Schweigeminute ein. Eine Minute still bleiben, den Bildern nachgehen, die Erinnerung an das unvorstellbare Leid wachhalten, sich dafür einsetzen, dass sich dies nicht wiederholt.

 

Das Gedenken steht im Zusammenhang der Aktion „Zusammen gegen Antisemitismus“ der Schulstiftung im Bistum Osnabrück mit insgesamt 21 Schulen und rund 13.000 Schülerinnen und Schülern. Die Aktion ruft dazu auf, Stellung zu beziehen unter anderem gegen judenfeindliche und diskriminierende Sprache, für respektvolles und überlegtes Sprechen über andere und mit ihnen sowie gegen falsche Vorurteile über Juden und andere religiöse Gruppen. 

 

Logo: Schulstiftung Osnabrück

 

 

 

 

 

30. Januar 2020

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