Schulprogramm

Das Missionsgymnasium St. Antonius ist von brasilianischen Franziskanern gegründet worden und steht in einer franziskanischen und internationalen Tradition. Jetzt ist es in der Trägerschaft der Schulstiftung des Bistums Osnabrück.

Die geografische Lage der Schule veranlasst alle, die zur Schule kommen, vom eigenen Alltag Abstand zu gewinnen. Die Schülerinnen und Schüler erleben, wie vorteilhaft es ist, sich für das Heranreifen vor den Mitmenschen und Gott zu verantwortlichen Persönlichkeiten aus den Alltagsbezügen zu entfernen und diese zu bedenken.

Heute sieht sich das Missionsgymnasium in einem gesellschaftlichen Umfeld, das von mancher Gleichgültigkeit gegenüber Gott geprägt ist, das Christentum, die „Frohe Botschaft“ nicht mehr versteht, und dessen Lebenskonzepte und Vorstellungen von der Geschöpflichkeit des Menschen zunehmend nicht mehr in den Mittelpunkt des eigenen Lebens stellt.

Dieses Schulprogramm versteht sich auf dem Hintergrund der Gedanken unseres Bischofs als Versuch, nicht dem Zeitgeist zu verfallen. vgl. Bischof Dr. F.J. Bode, Silvesterpredigt 2014: „…damit sie zu Atem kommen“ (Ex 23.12)* 

Stattdessen möchten wir „eher innehalten, anhalten und zu Atem kommen, um ganz andere Schwerpunkte zu setzen“ (a.a.O. S. 9). Wir konzentrieren und fokussieren uns für das Leben und Arbeiten am Missionsgymnasium gezielt auf ausgewählte Schwerpunkte und Inhalte.

Dabei gewährleisten wir die qualifizierte Vorbereitung unserer Schülerinnen und Schüler auf das staatlich anerkannte Abitur gemäß den Vorgaben des niedersächsischen Kultusministeriums.

  • Unsere Schule ist eine Gemeinschaft auf dem Weg des Glaubens und der Nachfolge Christi. Regelmäßiges Innehalten und Besinnen auf das, was wirklich zählt, möchten wir nicht missen.
  • Unsere Schule weiß sich der Gottes-, Nächsten- und Selbstliebe verpflichtet. Das ist die oberste und letzte Richtschnur unseres Tun und Wirkens. Den Menschen nicht auf seine Erfolge, seinen Nutzen und seine Leistungen zu reduzieren, darin sehen wir uns gefordert.
  • Unser Bild vom Menschen ist bestimmt von der Gottesebenbildlichkeit. Dies gibt ihm Würde und ruft ihn in die Verantwortung für die Welt. Ganz im Sinne von Franz von Assisi sehen wir uns im Wirken in der Schöpfung Gottes in besonderer Weise gefordert.
  • Unsere Schule ist eine offene und lernende Gemeinschaft für alle. Der Geist Gottes und die Botschaft des Evangeliums rufen uns hinaus in die Welt. In der internationalen Ausrichtung sehen wir uns in besonderer Weise gefordert.

In diesem Sinne laden wir alle ein, die am und für das Missionsgymnasium leben und arbeiten, mitzuwirken am Reich Gottes, „dem Leben in Fülle.“

„Der Geist Gottes selbst ist der Atem Gottes, der lange Atem Gottes, der in uns atmen will, damit wir nicht außer Atem geraten, sondern dem Leben in Fülle näherkommen“. (a.a.O. S. 15)

*Hrsg.: Bistum Osnabrück, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Osnabrück 2015

Aktuell sind folgende Schwerpunkte prägend für unser schulisches Miteinander.

  • Gottesdienste sind für uns zentrale Orte gelebter Glaubensgemeinschaft. In diesem Sinne halten wir inne bei: Einschulungsgottesdiensten, Meditationen im Jahresfestkreis, Besinnungstagen, Andachten zum Schuljahresbeginn, Morgengebeten, religiösen Orientierungstagen. Dabei kommt dem Schulpastoralteam eine besondere Rolle zu.

  • Das Sozialpraktikum ist ein Ort der Begegnung mit Menschen, die einen neuen Blick auf die eigene Lebenswirklichkeit anstoßen und neue Lebensperspektiven eröffnen. In unserer Schule werden unsere Schüler/innen unterschiedlichste Einrichtungen kennenlernen: Kirchengemeinden, Pflegeeinrichtungen, Hospize, integrative Kindergärten.

  • Das schulische Beratungs- und Begleitungskonzept ist darauf ausgerichtet, sich unseren Schülerinnen und Schülern umfassend als ganze Menschen zuzuwenden. Unsere Schule bietet Klassenleitungsteams, Klassenleitungsstunden, Präventionsarbeit, Beratungsstunden vor Ort durch Beratungslehrer und Mitarbeiter/innen der Ehe- und Familienberatung NOH und der Caritas Gronau.

  • In unserer Schule achten wir insbesondere darauf,  dass es im Umgang miteinander nicht zu    Grenzverletzungen, sexuellem Missbrauch und sexualisierter Gewalt kommt.

  • Durch die franziskanische Tradition einerseits und die geographische Lage anderseits ist unsere Schule der Schöpfung Gottes besonders verbunden.

  • In unserer Schule engagieren wir uns vielfältig als zertifizierte Umweltschule: u.a. Wacholderhain, Artenvielfalt im Schulgarten.

  • Eine große Vielfalt von Nationalitäten und unterschiedliche Religionen gehören seit Jahren zum Wesenskern unserer Schule.

  • In unserer Schule bieten wir anspruchsvolle Möglichkeiten des Fremdsprachenerwerbs und der differenzierten Fremdsprachenabschlüsse an.  Dazu gehören bilingualer Unterricht,  Abschluss Cambridge A-Level sowie Fremdsprachenzertifikate. 

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